Die Bangladesh Agricultural Journalists and Activists Federation (BAJAF)

Im Anschluss an eine Reihe von Gesprächen mit den IFAJ-Verbänden stellt Lena Johansson, IFAJ-Vizepräsidentin, die Bangladesh Agricultural Journalists and Activists Federation (BAJAF) und ihren Präsidenten Pulack Ghatack vor.

Wer sind Sie?

Ich bin Pulack Ghatack, Präsident der Bangladesh Agricultural Journalists and Activists Federation (BAJAF). Ich bin auch der gemeinsame Generalsekretär der Bangladesh Federal Union of Journalists (BFUJ), der Spitzengewerkschaft der Journalisten in Bangladesch. Ich bin in Bangladesch als Journalist und Aktivist für Pressefreiheit, Volksrechte und Demokratie bekannt. Ich bin Mitglied des Board of Directors des Press Institute of Bangladesh (PIB). Ich bin auch ständiges Mitglied des National Press Club of Bangladesh, der Dhaka Reporters’ Unity und einiger anderer Organisationen.

Zur Zeit arbeite ich als Korrespondent für den Daily Observer, einer nationalen Tageszeitung in Bangladesch. Davor habe ich an einer Reihe von Tageszeitungen aus der Hauptstadt Dhaka und der nördlichen Stadt Rangpur gearbeitet.


Wie heißt Ihre Organisation?

Bangladesh Agricultural Journalists and Activists Federation (BAJAF).

Unsere offizielle Website: https://bajaf.org/


Wie viele Mitglieder haben Sie?

Derzeit haben wir 76 Mitglieder. Wir erwarten, dass diese Zahl in Kürze steigen wird, da eine große Anzahl von Mitgliedsanträgen von Journalisten auf die Zustimmung des Vorstandes der BAJAF wartet.

Pulack Ghatack, Präsident der Bangladesh Agricultural Journalists and Activists Federation (BAJAF)

Was sind die großen Themen für den Agrarjournalismus in Ihrem Land?

Die richtige Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte, die eine Win-Win-Situation für Verbraucher und Landwirte schafft, ist die unmittelbare Herausforderung für die Agrarwirtschaft Bangladeschs. Die Probleme der Landwirte und Verbraucher stehen im Mittelpunkt des Journalismus. Die größte Herausforderung liegt allerdings anderswo. Bangladesch ist ein Opfer des Klimawandels, der seinen gesamten Agrarsektor betrifft. Der Verlust von Wäldern aufgrund wachsender industrieller Anstrengungen ist ebenfalls ein großes Problem. Anpassungsfähigkeit an das ständig wachsende Wissen und die Technologie, Veränderungen im traditionellen Muster der Landwirtschaft und Fortschritte in verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft sind die täglichen Themen, die für den Agrarjournalismus hier in Bangladesch von Interesse sind.

Warum ist Ihre Organisation Mitglied der IFAJ geworden?

Wir wollten die Position der bangladeschischen Journalisten und Landwirte im globalen Gremium der Agrarjournalisten sicherstellen. Wir wollten uns in die globale Gemeinschaft integrieren, uns austauschen und so viel wie möglich zu dieser beitragen. Nach unserem Beitritt zur IFAJ hatten wir die Möglichkeit, mit Journalisten aus der ganzen Welt und allen, die in der Meinungsfreiheit arbeiten und diese unterstützen, zusammenzuarbeiten.

Seit wann ist Bangladesch Mitglied der IFAJ?

Bangladesch wurde 2016 Mitglied der IFAJ.

Was ist Ihr größter Traum im Moment?

Die Medien in Bangladesch sind sehr aktiv. Sie verbessern sich von Tag zu Tag und trotzen vielen Hindernissen. Vor zwei Jahrzehnten war der Agrarjournalismus in Bangladesch ausschließlich von den ländlichen Korrespondenten der Zeitungen abhängig, die wenig Möglichkeiten hatten, ihre Arbeit zu tun. Allerdings hat sich der Agrarjournalismus in den letzten 20 Jahren bemerkenswert entwickelt, wobei fast alle Medien in diesem Bereich engagierte Reporter beschäftigen. Die meisten der in Dhaka ansässigen Agrarjournalisten sind bereits Mitglieder des BAFAJ. Jetzt wollen wir ländliche Journalisten organisieren.

BAJAF entstand als ein föderales Gremium von Agrarjournalisten und Aktivisten, das hauptsächlich drei Einheiten in Dhaka, Chittagong und Rangpur umfasst. Jetzt arbeiten wir daran, unsere Reichweite auf den ländlichen Raum auszudehnen und alle Journalisten, Schriftsteller und Agraraktivisten unter dieses gemeinsame Dach zu bringen. Wir wollen für unsere Mitglieder eine Art Sozialplan einführen. Die Landwirtschaft hat in den Medien und im akademischen Diskurs noch nicht die verdiente Bedeutung erlangt, da sie die tragende Säule der Wirtschaft Bangladeschs ist. Eine organisierte Anstrengung zur Entwicklung des Agrarjournalismus ist also eine Notwendigkeit.